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Im Rahmen der 18. Arbeitstagung der deutschsprachigen Skandinavistik (18.-21.09.2007, Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin) leiten Prof. Dr. Julia Zernack und Dr. Katja Schulz den Arbeitskreis "Mythologierezeption". Vorträge / Programm: 1. Julia Zernack / Katja Schulz: Einleitungsvortrag 2. Sarah Lütje: Nordische Mythen in der Buchkunst 3. Florian Heesch: Der dunkle Klang des Mythos. Beobachtungen und Thesen zur Rezeption nordischer Mythen im Black Metal. 4. Jennifer Baden: Popularisierungsformen nordischer Mythologie um 1900. 5. Otto Schnelzer: Wieland in der Mauser? Edda-Rezeption bei Gabriel Garcia Márquez 6. Katja Schulz: Die lange Jugend der Idun. 7. Debora Dusse: Naturmythologie, Naturreligion, natürliche Religion. Zum Natur-Diskurs in der Rezeption germanischer Mythologie und Religion. 8. Matthias Teichert: Der Fall Götzen-Dämmerung. Germanisch-Wagnersche Mythologeme im Spätwerk Friedrich Nietzsches 9. Christiane Müller: Die Rezeption christlicher Mythen in den Erzählungen Karen Blixens 10. Julia Zernack: Eddische Mythen in den Konungasögur. 11. Abschlussdiskussion Einige der Vorträge sind in überarbeiteter Form im Sammelband „Sang an Aegir“: nordische Mythen um 1900. Herausgegeben von Katja Schulz und Florian Heesch, Heidelberg 2009 (= Edda-Rezeption, 1) erschienen.
In diesem Arbeitskreis möchten wir uns mit dem Thema »Mythologierezeption« auf einer breiten Basis befassen. Dabei soll das Augenmerk vor allem dem Nachleben der nordischen Mythologie seit dem Mittelalter gelten, wie es in vielen Ländern, in nahezu allen Medien (Literatur, bildende Kunst, Musik, Film, Internet etc.) und in den verschiedensten kulturellen Sphären (Kunst, Wissenschaft, Religion, Alltagskultur, politische Publizistik) zu beobachten ist. Aber auch allgemeinere Aspekte des Themas sollen darüber hinaus zur Sprache kommen, darunter zum Beispiel theoretische Probleme der »Arbeit am Mythos« (Blumenberg) oder die Rezeption anderer als der nordischen Mythen in Skandinavien. Um die Bewegung der Mythen-Rezeption durch die verschiedenen Medien und die wechselseitige Beeinflussung der beteiligten Diskurse – etwa Wissenschaft und Religion, Kunst und Religion, Literatur und Wissenschaft, Kunst und Alltagskultur etc. – in der Wahrnehmung der Mythen angemessen beschreiben zu können, liegt ein komparatistischer interdisziplinärer Ansatz nahe, zu dem wir die Teilnehmer des Arbeitskreises ausdrücklich ermuntern möchten. Wir erhoffen uns einen lebhaften Austausch über Mythen-Transformationen bis in die Gegenwart, bei dem z.B. folgende Aspekte zur Sprache kommen könnten:
geändert am 29. April 2011 E-Mail: Webmasterbaden@stud.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 29. April 2011, 12:03
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/skand/rezeption/veranstaltungen/atds/index.html