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Interpretatio metallica: Die Rezeption nordischer Mythen im Heavy Metal
Dr. Florian Heesch (Monographie)

Die Rezeption nordischer Mythen erfährt seit einigen Jahren eine neue Hochphase in der Kultur Mittel- und Nordeuropas und der USA. Sie umfasst die unterschiedlichsten Medien der Literatur, der bildenden Kunst, der Musik, des Films, aber auch neuheidnische Strömungen und Phänomene der Alltagskultur. In der Musik ist insbesondere im Heavy Metal ein gesteigertes Interesse an nordischen Mythen zu beobachten, z. B. im Power Metal der US-amerikanischen Band Manowar und besonders ausgeprägt in extremen Subgenres ? vom Album Blood Fire Death (1988) der schwedischen Band Bathory über den norwegischen Black Metal der frühen 1990er-Jahre bis hin zu aktuellem Viking Metal und Pagan Metal.


Das Forschungsprojekt differenziert zwischen verschiedenen Typen der Mythenrezeption im Heavy Metal, u. a. die vielseitige Repräsentation von Wikingern, Darstellungen von Krieg, Kampf und Heroismus, Transformationen von eddischer Dichtung sowie neopagane Mythendeutungen. Als zentrale Aspekte der jeweiligen Typen werden Fragen zu Intermedialität, Ideologie und Gender diskutiert. Der methodische Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Songs und Alben, die auf der Grundlage einer systematischen Datensammlung zur Edda-Rezeption im Heavy Metal ausgewählt wurden. Die Diskussion der kulturellen Kontexte basiert neben paratextuellen Quellen auf Interviews mit Musikern und Musikerinnen und auf Beobachtungen bei Live-Ereignissen.

 

geändert am 22. Juni 2010  E-Mail: Webmasterbaden@stud.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 22. Juni 2010, 10:01
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/skand/rezeption/ziele/heesch/index.html